Glossar

Falls Sie Fragen zu einem Begriff haben, der hier nicht aufgeführt ist oder eine Erklärung Ihnen nicht eindeutig erscheint, können Sie gerne einen Kommentar hinterlassen, damit wir das Glossar entsprechend ergänzen können.

Creative Commons (CC):

Creative Commons ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die im Internet verschiedene standardisierte Lizenzverträge veröffentlicht, mit denen Autor_innen an ihren Werken, (Texte, Bilder, Musik etc.) der Öffentlichkeit Nutzungsrechte einräumen können. Die Lizenzen bieten eine starke Abstufung der Freiheitsgrade: von Lizenzen, die sich kaum vom völligen Vorbehalt der Rechte unterscheiden, bis hin zu Lizenzen, bei denen auf das Copyright ganz verzichtet wird. Dieses abgestufte Lizenzmodell erlaubt es Urheber_innen, gezielt Einfluss auf die erlaubte Nutzung ihrer Werke zu nehmen.

Freie und Open-Source-Software:

Software, deren Lizenz es ausdrücklich erlaubt, sie für jeden Zweck zu benutzen, sie zu studieren, zu verändern und in ursprünglicher oder geänderter Form weiter zu verbreiten – was eine kommerzielle Verwertung explizit einschließt, solange die genannten Freiheiten nicht beschnitten werden. Freie und Open-Source-Software ist von Freeware abzugrenzen, da diese bloß gratis ist, aber keinen Zugang zum Quelltext bietet.

Freedom of Information Act (FOIA):

Der Freedom of Information Act gibt jedem US-Bürger das Recht, Zugang zu Dokumenten der Exekutive (der Regierung) der Vereinigten Staaten zu verlangen. Trotz Einschränkungen verpflichtet der FOIA die staatlichen Einrichtungen dazu, der Öffentlichkeit größtmöglichen und umfassenden Zugang zu Informationen zu gewährleisten. Den Personen, denen der Zugang zu den Aufzeichnungen verweigert wird, stehen administrative und richterliche Rechtsmittel zur Verfügung.

Informationsfreiheitsgesetz (IFG):

Das Informationsfreiheitsgesetz, vollständig Gesetz zur Regelung des Zugangs zu Informationen des Bundes, ist ein deutsches Gesetz zur Informationsfreiheit. Das Gesetz gewährt jeder Person einen voraussetzungslosen Rechtsanspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen von Bundesbehörden. Eine Begründung durch Interesse rechtlicher, wirtschaftlicher oder sonstiger Art ist nicht erforderlich.

Interoperabilität:

Bezeichnet die Fähigkeit verschiedener Systeme zusammenzuarbeiten. Hierzu ist es in der Regel notwendig gemeinsame Standards einzuhalten. Bei Software besteht Interoperabilität, wenn sie die selben Portokolle oder Dateiformate verwenden können. Software die offenen Standards folgt, ist per Definition interoperabel.

GTFS:

Das GTFS (Generalized Transit Feed Specification) ist ein von vielen Entwickler_innen verwendetes, freies Datenaustauschformat, um komplette Fahrpläne öffentlicher Verkehrsmittel abzubilden. 

Legal XML:

Hier handelt es sich um einen offenen Standard um juristische Dokumente und Informationen abzubilden. Dabei kann es sich beispielsweise um Gesetzestexte, Gerichtsdokumente oder Transkripte handeln. Mehr zum Thema erfahren sie unter http://www.legalxml.org/. 

Lock In:

Beschreibt die Situation, in der ein Kunde nicht zu einem anderen Produkt wechseln kann, ohne dass massive Kosten entstehen. In der Informationstechnologie wird der lock-in meist durch mangelnde Kompatibilität zwischen verschiedenen Betriebssystemen, Dateiformaten und Hardware verursacht. Dies geschieht beispielsweise wenn eine Herstellerfirma properitäre Dateiformate verwendet, die nicht mit denen anderer Hersteller kompatibel sind.

Maschinenlesbar:

Maschinenlesbar im engeren Sinne bedeutet, dass die bereitgestellten Informationen in einem allgemein verbreiteten Dateiformat vorliegen. Im Zusammenhang mit Open Data werden hierunter vor allem solche Datenformate verstanden, die eine automatisierte Weiterverarbeitung der enthaltenen Informationen ermöglichen. Die zu Grunde liegende Datenstruktur und entsprechende Standards müssen öffentlich zugänglich sein und sollten idealerweise vollständig dokumentiert und kostenfrei erhältlich sein.

Massive Open Online Course (MOOC):

Der Begriff Massive Open Online Course bezeichnet eine spezielle Form von Onlinekursen mit sehr vielen Teilnehmern im Zuge von Open Education.

Open Access:

Als Open Access wird der freie Zugang zu wissenschaftlicher Literatur im Internet bezeichnet. Ein wissenschaftliches Dokument unter Open-Access-Bedingungen zu publizieren, gibt allen die Erlaubnis, dieses Dokument zu lesen, herunterzuladen, zu speichern, es zu verlinken, zu drucken und damit entgeltfrei zu nutzen. Durch Open Access soll verhindert werden, dass mit öffentlichen Geldern erlangtes Wissen von den Verlagen zurückgekauft werden muss, die durch die Publikation die Nutzungsrechte erhalten haben.

Open Data:

Bei Open Data handelt es sich prinzipiell um sämtliche Datenbestände, die der Bevölkerung ohne Einschränkung zur freien Nutzung, Weiterverbreitung und freien Weiterverwendung zugänglich gemacht werden. Weiterhin sollten die Daten in maschinenlesbaren, offenen Formaten zur Verfügung gestellt werden, so dass sie sich einfach durchsuchen und weiterverarbeiten lassen.

Open Educational Resources (OER):

Als Open Educational Resources werden freie Lern- und Lehrmaterialien bezeichnet, welche z.B. von Universitäten oder Schulen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Open Goverment:

Bei Open Goverment handelt es sich um politische Maßnahmen und Bestimmungen mit dem Ziel die  Bevölkerung stärker in die demokratischen Prozesse einzubinden. Idealerweise werden so Möglichkeiten zur Interaktion und Überprüfbarkeit im politischen Entscheidungsprozess geschaffen.

Offene Standards:

Standards, die für alle Marktteilnehmer besonders leicht zugänglich, weiterentwickelbar und einsetzbar sind.

Public Domain:

Steht ein Werk in der “Public Domain” bedeutet dies im angelsächsischen Rechtsraum, dass es frei von Urheberrechten ist.

Properitäre Software:

Jede Software die nicht frei und offen ist (siehe Freie und Open-Source-Software). Durch die Verwendung von herkömmliche Softwarelizenzen werden Vervielfältigung, Weitergabe und Veränderung verboten und der Quelltext ist nicht zugänglich.

Properitäre Dateiformate/Protokolle:

Dateiformate, Protokolle entsprechen nicht allgemein anerkannten Industriestandards, sind also sozusagen „hauseigene“ Entwicklungen. Dritte können diese in der Regel nur gegen Entrichtung einer Lizenzgebühr verwenden.

Transparenzgesetz:

Ähnlich wie ein Informationsfreiheitsgesetz soll ein Transparenzgesetz idealerweise jeder Person den Zugang zu amtlichen Informationen von Behörden gewähren. Jedoch sollen hier die Behörden dazu verpflichtet werden, die entsprechenden Informationen ohne vorherige Anfrage für alle kostenlos zu veröffentlichen. Im Idealfall werden die Informationen durch ein Onlineportal einer breiten Öffentlichkeit zu Verfügung gestellt.

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